kick it!

berlin

 fifa-wm 2006 ins abseits stellen_basics

kick it!

Vom 9. Juni bis 9. Juli 2006 findet in Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft statt.
32 Nationalmannschaften streiten bei 64 Fußballspielen bundesweit in zwölf Stadien um den Weltmeistertitel. Allerdings bringt dieses Großereignis nicht nur Spannung, Spaß und gute Laune mit sich. Vielmehr hat die WM, das heißt vor allem ihre Inszenierung, auch eine Reihe Nebenwirkungen. Zur Weltmeisterschaft gehören leider auch Maßnahmen und Erscheinungen, die den Spaß am Fußball erheblich trüben.
kick it!

Kick Sexism!
Bei der Männer-Fußball-EM 2004 bewies ARD-Fernsehkommentator Steffen Simon, dass er im Biologieunterricht genau aufgepasst hat: "Vielleicht sollte er [Totti] sich in der Halbzeit mal diese Mädchenfrisur wegmachen und anfangen, wie ein Kerl zu spielen." Jede_r weiß sofort was damit gemeint ist: Totti spielt langweilig, brav, zurückhaltend. Alles Eigenschaften, die im Fußball nichts zu suchen haben und für den gemeinen Fan und Kommentator "weiblich" sind. kick it!

Die Welt zu Gast im Freiluftknast

Ganz Deutschland ist besetzt von der Vorfreude auf die Fußball-WM und nimmt dafür Einschränkungen gern in Kauf. Ganz Deutschland?
Nein. Ein kleiner unbeugsamer Haufen ist nicht bereit, die gravierenden Eingriffe in die Bürgerrechte kritiklos hinzunehmen, mit denen Innenpolitiker anläßlich dieses Ereignisses das Land überziehen. Nicht jeder ist bereit, Freiheiten im Namen angeblicher Sicherheit zu opfern. kick it!

...every breath you take

die Welt zu Gast im Hochsicherheitstrakt Deutschland
Die WM steht vor der Tür. Eine Herausforderung für Deutschland – nicht nur in sportlicher Hinsicht. Denn neben der Unterhaltung der Millionen BesucherInnen geht es vor allem um eins: die Schaffung von Rahmenbedingungen, die das sichere und unbeschwerte Erleben dieses Ereignisses ermöglichen. Sicherheit, das heißt Schutz vor Unruhe, Chaos und Gewalt. kick it!

Kick It! Berlin
Vom 9. Juni bis zum 9. Juli 2006 findet eines der größten weltweiten Ereignisse dieses Jahres - die Fußballweltmeisterschaft - in Deutschland statt. 32 Nationalmannschaften werden bundesweit 64 Fußballspiele in zwölf Stadien austragen. Es wird mit 3,2 Millionen Stadionbesuchern und weltweit rund 3 Milliarden Fernsehzuschauern gerechnet. Aber mit dem Großevent sind auch klare Schattenseiten verknüpft. Zentral dabei ist der Ausbau des Überwachungs- und Sicherheitsapparates. Von den negativen Seiten der WM besonders betroffen sind Prekarisierte und am Rande der Gesellschaft Stehende. kick it!

Freiheit stirbt mit Sicherheit!

Kick Control!
Vom 9. Juni bis 9. Juli 2006 findet die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland statt. 32 Nationalmannschaften werden bundesweit 64 Fußballspiele in zwölf Stadien austragen. Doch dieses Großereignis bringt nicht nur Spannung, Spaß und gute Laune mit sich. Die mit der WM verbundenen Sicherheitsmaßnahmen zielen stattdessen auf die Köpfe aller Menschen und greifen unzulässig in bisher nicht bekanntem Ausmaß in ihre Grundrechte ein. Sie umfassen: kick it!

Kick Control!
"Polizeischikane, Hetze, Fans im Knast - WM 2006: Bei Freunden zu Gast" Bereits im April 2005 zeigten Fans des VfB Stuttgart dieses Transparent. Im Stadion, aber auch vor und nach den Spielen, gehört Polizeirepression zum Alltag. Festzustellen ist dabei, dass die Eingriffschwellen der Polizei, je näher die WM rückt, immer niedriger werden. kick it!

Kick Nationalism!
"Städte und Stadien verwandeln sich in eine große Open Air-Party: Mehr als drei Millionen Fans aus der ganzen Welt feiern gemeinsam ein fröhliches Fußballfest." "Worauf freuen Sie sich am meisten? Auf brasilianische Samba-Rhythmen, englische Fußballhymnen oder südkoreanische Schlachtenbummler?" kick it!

Konkurrenz der Gene

Kick Racism!
Beim Länderspiel der DFB-Auswahl der Männer gegen die Slowakei am 3. September 2005 gelang es deutschen Nazis, ihre Parolen über die Außenmikrofone in die Wohnzimmer der Fernsehzuschauer_innen zu grölen. "SS SA Germania", "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" wurde lauthals skandiert und auch eindeutig rassistische Parolen wie "Zick-Zack Zigeunerpack" oder "uhuhuh"-Rufe in Richtung der Schwarzen Spieler der DFB-Mannschaft waren aus der aus der deutschen Ecke hören. kick it!